Was tun, wenn Kinder beim Fotoshooting keine Lust haben?
- 25. Mai
- 3 Min. Lesezeit

Es gibt einen Satz, den ich vor Familienshootings unglaublich oft höre:
"Ich hoffe, dass unser Kind mitmacht."
Und meistens folgt direkt:
"Normalerweise ist er ganz anders."
"Heute ist irgendwie nicht sein Tag."
"Wir wissen nicht, ob das klappt."
Und jedes Mal denke ich:
Das ist völlig okay!
Kinder müssen bei einem Fotoshooting nichts leisten.
Viele Eltern fragen sich vorab, was passiert, wenn Kinder beim Fotoshooting keine Lust haben - und genau dafür gibt es keinen festen Ablauf und keinen Druck.

Wenn Kinder keine Lust haben, ist das erstmal ganz normal
Für Kinder ist ein Familienshooting oft etwas Neues.
Jemand Fremdes.
Vielleicht ist die Kamera ungewohnt.
Mama und Papa sind eventuell etwas aufgeregter als sonst.
Und dann kommt oft noch dieses Gefühl dazu:
Heute soll etwas Schönes entstehen. Und diesen Druck spüren Kinder oft.
Deshalb erwarte ich bei Familienfotos nie, dass Kinder direkt ankommen, lachen und in die Kamera schauen.
Ich lasse Kinder erst einmal ankommen.
Es muss nicht sofort losgehen

Gerade bei kleineren oder schüchternen Kindern starte ich oft ganz bewussst nicht mit Familienbildern.
Bei einem Babybauchshooting fotografiere ich vielleicht erstmal nur die Mama und das Geschwisterkind sitzt daneben und darf beobachten, dass die Kamera nichts schlimmes ist, vor dem man Angst haben brauch.
Oder wir laufen einfach ein kleines Stück, schauen uns die Gegend an. Steine, Tannenzapfen oder was so rumliegt, was man sammeln kann...
Ganz ohne Erwartung.
Kinder dürfen beobachten.
Abstand halten.
Und selbst entscheiden, wann sie mitmachen möchten.
Und oft passiert genau dann etwas Schönes:
Sie merken, dass niemand etwas von ihnen erwartet.
Und werden neugierig.
Kinder brauchen keine Posen - sondern kleine Impulse
Ich arbeite nicht mit starren Anweisungen.
Aber ich lasse Familien auch nicht einfach stehen.
Ich gebe kleine Impulse.
Ganz einfache Dinge, die Spaß machen:
zusammen laufen
Engelchen flieg
zu Mama und Papa rennen
Tannenzapfen sammeln
Steine entdecken
kitzeln
fangen spielen
gemeinsam etwas anschauen und beobachten
gemeinsam kuscheln
Dabei geht es nie darum, etwas perfekt zu machen.
Sondern darum, dass Kinder ins Spiel kommen und vergessen, dass überhaupt fotografiert wird.
Ein Moment, den ich nicht vergessen habe
Bei einem Babybauchshooting war ein kleiner Junge dabei, der am Anfang sehr skeptisch war.
Die Kamera war ihm nicht geheuer.
Er wollte nicht fotografiert werden und blieb lieber erst einmal auf Abstand.
Also haben wir nichts erzwungen.
Wir sind zusammen gelaufen und haben dann angefangen zu schauen, was es da im Wald auf dem Boden alles so gibt. Ganz ohne Kamera.
Ein Stein hier, ein Blatt dort ...
Und plötzlich wollte er selbst alles zeigen, was er entdeckt hat. Ganz stolz.
Am Ende lief er mit uns an der Hand durch den Wald und hatte richtig Spaß.
Nicht weil wir ihn überzeugt haben.
Sondern weil er Zeit bekommen hat.

Was ich nervösen Eltern immer sage
Wir haben keinen Zeitdruck.
Wirklich nicht.
Kinder dürfen ihren eigenen Rhythmus haben. Wir müssen nichts erzwingen.
Und dann passiert meist etwas Spannendes:
Sobald die Eltern entspannter werden, werden es die Kinder auch.
Draußen oder zuhause - was ist besser?
Ich fotografiere Familien sowohl draußen als auch in ihrem Zuhause.
Gerade draußen haben Kinder oft mehr Raum - zum toben und spielen.
Sie dürfen rennen. Entdecken. Bewegung hilft vielen Kindern dabei lockerer zu werden.
Aber auch daheim entstehen wunderschöne Bilder. Zuhause ist eine gute Regenalternative, wenn man nicht raus kann oder es zu kalt ist.
Zuhause fühlt sich manches Kind einfach sicherer.
Es gibt kein richtig oder falsch.
Es geht immer darum, was zu Euch und Eurer Familie passt.
Und wenn es trotzdem nicht perfekt läuft?
Dann entstehen trotzdem Erinnerungen.
Vielleicht keine Bilder, auf denen alle gleichzeitig lachen und in die Kamera schauen.
Aber echte Momente.
Eine Umarmung. Ein Blick. Ein Kind auf dem Arm.
Ein gemeinsames Lachen zwischendurch.
Und oft sind genau diese Bilder später die liebsten Bilder der Familien, die "unperfekten".
Familienfotos dürfen leicht sein
Ihr müsst nichts vorbereiten.
Kinder müssen nichts leisten.
Ich begleite Euch mit kleinen Impulsen und ganz ohne Druck - damit Bilder entstehen, die sich wirklich nach Euch anfühlen.
Wenn Ihr Euch fragt, ob ein Fotoshooting mit Eurem Kind gerade überhaupt passt - schreibt mir gern.
Wir finden einen gemeinsamen Weg, der leicht und passend für Euch ist.

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